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Grosser Erfolg: Transparenz-Initiative mit 110’000 Unterschriften eingereicht!

Persönlich

„Es gibt zwar Spannenderes als mein Curriculum“, sagt Nadine Masshardt mit einem Augenzwinkern. „Und doch öffne ich gerne einen Spalt breit die Tür zu meinem Privatleben“, kommentiert die am 4. Oktober 1984 geborene Bernerin. Aufgewachsen ist die junge Politikerin mit zwei Brüdern in Langenthal, wo sie auch das Gymnasium Oberaargau (Matura 2003) besuchte. Seit Geburt ist sie zudem Mitglied der Burgergemeinde Bern. Nach der Matura studierte Nadine Masshardt Geschichte und Philosophie an der Universität Fribourg und jobbte zehn Jahre im Stadttheater Langenthal als Platzanweiserin (“Mit dem angenehmen Nebeneffekt, meist auch die Vorstellung sehen zu können”). Dazu erteilte sie jahrelang Deutsch-Nachhilfe und jobbte in einer Kommunikationsabteilung. Ab 2010 brütete Nadine Masshardt bei der Eidgenössischen Finanzverwaltung erst als Hochschulpraktikantin und später als Wissenschaftliche Mitarbeiterin über ergebnisorientierter Verwaltungsführung. Bis August 2014 arbeitete die Historikerin neben Politik und ehrenamtlichen Engagements als Projektleiterin bei einer Kommunikationsagentur in Zürich.

„Bereits als Kind mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn ausgestattet, wurde ich im Gymer endgültig politisiert“, sagt Nadine über Nadine. Sie diskutierte mit Gleichaltrigen gesellschaftspolitische Fragen oder debattierte liebend gern vor Abstimmungen – etwa über den Beitritt zur UNO oder die Initiative „Ja zu Europa“. Speziell schlechte Erinnerungen hat Nadine Masshardt an den 18. Mai 2003: Sieben zukunftsweisende Initiativen standen damals zur Abstimmung. Doch „Strom ohne Atom – für eine Energiewende und die schrittweise Stilllegung der Atomkraftwerke“ wie auch die „Lehrstelleninitiative“ wurden abgeschmettert.

Als George W. Bush 2000 US-Präsident wurde, begann sich Nadine Masshardt immer mehr auch für internationale Politik zu interessieren. Sie demonstrierte beispielsweise mit Freundinnen und Freunden in Langenthal und Bern gegen den Irakkrieg. Und durfte schliesslich 2008 im Rahmen eines Programms des Departement of State die Wahl des späteren Präsidenten Barack Obama vor Ort mit verfolgen. Nadine Masshardt sagt: „’Change, we believe in’, habe auch ich verinnerlicht.“

Stimm- und wahlberechtigt trat Nadine Masshardt 2003 der SP bei – kurz darauf folgte ihr der Vater. Pierre Aubert, 1978 bis 1987 Bundesrat, sagte einst, dass er SP-Mitglied sei, weil ihn nichts mehr anwidere als Ungerechtigkeit: „Das war auch einer der Hauptgründe, warum ich der Sozialdemokratischen Partei beitrat“. Zudem war für Nadine Masshardt entscheidend, dass sich die SP gleichberechtigt für Mensch und Umwelt einsetzt.

Im Rahmen eines Projektes der SAJV verbrachten die damals jüngste Nationalrätin Evi Allemann und Nadine Masshardt 2004 ein gemeinsames Jahr als Mentoring-Paar: „Die Chemie stimmte und es entstand eine erfolgreiche Zusammenarbeit und bis heute andauernde Freundschaft.“ Im Herbst nämlich wurde Nadine überraschend in den Stadtrat von Langenthal gewählt (… und 2008 mit bestem Resultat wiedergewählt; mit dem Umzug nach Bern trat sie 2010 aus dem Stadtparlament aus). Ebenfalls als Jüngste wurde sie 2006 in den Grossen Rat des Kantons Bern gewählt (… und 2010 bestens wiedergewählt). Bis zum Nachrücken in den Nationalrat 2013 (für die in den Berner Gemeinderat gewählte Ursula Wyss) setzte sich Nadine im bernischen Kantonsparlament für eine umweltfreundliche und zukunftsfähige Energiepolitik, einen gut ausgebauten öffentlichen Verkehr, mehr Transparenz, genügend Lehrstellen, bessere politische Bildung und eine stärkere Jugendpartizipation ein.

Überhaupt ist Umweltpolitik zentral im politischen Wirken Nadine Masshardts: 2006 wurde sie Vorstandsmitglied des WWF Kanton Bern, ein Jahr später Co-Präsidentin. Daneben setzte sie sich etwa für die Revision des kantonalen Energiegesetzes, für die Initiative “Bern erneuerbar” und den Gegenvorschlag sowie gegen den Bau eines neuen AKWs in Mühleberg ein. Für mehr Biodiversität im Oberaargau engagierte sich Nadine von 2007-2017 als Co-Präsidentin des Smaragdprojekts.

Was Nadine Masshardt sonst noch bewegte? – 2006 gründete sie mit Gleichgesinnten die JUSO Oberaargau. Ausschlaggebend war die rechtsextreme PNOS, der man eine junge Gegenbewegung entgegen setzen wollte. 2008 wurde Masshardt für zwei Jahre Präsidentin der JUSO Kanton Bern. Oder: Mit dem heutigen Grossrat Adrian Wüthrich belebte sie 2006 die regionale Sektion des VCS neu und engagierte sich für mehr Sicherheit auf der Ortsdurchfahrt Aarwangen, gegen den überteuerten Autobahnzubringer Oberaargau und somit für den Erhalt eines wichtigen Naherholungsgebietes. Verkehrspolitik ist Nadine Masshardt übrigens auch als Präsidentin des Berner Vereins Läbigi Stadt wichtig. Und seit 2010 ist sie Mitglied der Geschäftsleitung der SP Kanton Bern.

Überdies blickt Nadine Masshardt gerne über den Gartenzaun. Sie reist gern mit dem Zug durch Europa und liebt individuelle Begegnungen. So arbeitete sie 2003 zwei Monate in Spanien. Im Sommer darauf unterrichtete sie als Alpschullehrerin im Berner Oberland. Oder erlebte die Osterweiterung der EU an Silvester 2006/2007 in Rumänien live mit.

Heute lebt Nadine Masshardt mit ihrem Partner und ihren beiden Kindern in der Berner Länggasse und geniesst an sonnigen Tagen den Blick zu den Alpen. „Wenn ich nicht politisiere, arbeite oder Kultur geniesse, sitze ich zum Beispiel mit Freundinnen und Freunden im Sattler, Wartsaal, Tingel Kringel oder Volver in Bern oder bin mit meiner Familie am Wandern in Grindelwald.“ Vielleicht ist Nadine Masshardt auch auf einem Spaziergang an der Aare mit ihren Kindern Hannah und Lenn oder auch mit Gottebueb Eliot. Falls Sie Nadine Masshardt sehen, setzen Sie sich hinzu: Sie nimmt sich gerne Zeit für ein Gespräch.